| Wobblerbau für Jedermann |
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| Geschrieben von Fisher | |
| Samstag, 8. August 2009 | |
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Es dürfte jeden faszinieren, einen Fisch mit einem selbst gebauten Köder zu fangen. Ich finde es etwas besonderes, wenn man einen selbst entworfenen, gebauten und bemalten Wobbler im Wasser spielen sieht, geschweige denn, dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn ein Raubfisch den Eigenbauwobbler attackiert. Damit auch Ihr in den Genuss dieses Gefühls kommt, möchte ich hier meine Bauweise Schritt für Schritt wiedergeben.
Als aller erstes muss das Werkzeug her: -Handbügelsäge ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Natürlich darf auch das Rohmaterial nicht fehlen: Für den Wobblerkörper brauchen wir: -Balsaholz oder Styrodur
Für die Tauchschaufel: -Makrolon (Bei Ebay erhältlich)
Für die Ösen: -Edelstahldraht, je nach Wobblergröße zwischen 0,6-1mm
Ferner brauchen wir noch: Blei für die Bebleiung. 2-K-Kleber um die Tauchschaufel einzukleben, Klebeaugen, ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Und los geht's! Zu aller erst müssen wir uns einen Quader zurechtschneiden. Er sollte in der Breite und in der Höhe ca. 1-2mm größer ausfallen, als der gewünschte Wobber.
Anschließend wird die Rohform mit einem Cutter vorsichtig ausgeschnitten. Nun wird der Rohling auf den Bauch gelegt um die "Draufsicht" zu skizzieren. Das ganze sieht anschließend so aus: Auch hier schneiden wir auf der aufgezeichneten Linie das überschüssige Material weg. Jetzt wird’s spannend! Ich habe mir eine kleine „Feile“ gebaut, indem ich ein Stück Sandpapier um einen Holzstab geklebt habe. Mit dieser Feile runden wir nun die Kanten ab und geben dem Wobbler seine endgültige Form. Hierbei müssen wir besonders auf die Symmetrie achten und alle Kanten abrunden, damit das Gesamtbild passt. Nachdem wir mit dem Wobblerkörper zufrieden sind, schleifen wir mit Dremel und Trennscheibe eine mittige Nut für die Drahtachse ein. Ist dies geschehen biegen wir, wie auf folgendem Bild zu sehen, eine Drahtachse. Der Draht sollte Edelstahldraht sein, um ein Rosten zu vermeiden. (Schweißdraht stellt eine super Alternative dar) Nun wird noch das Dachdeckerblei zurechtgeschnitten, angepasst und eingesetzt. Nun wird der Draht und das Bleigewicht in den Wobblerkörper eingebracht und die Nut mit 2-K-Kleber (z.B. Uhu Endfest) verschlossen. Hat man dies erledigt folgt die erste Epoxidschicht, um den Wobblerkörper zu stabilisieren. Weiterhin dient diese erste Schicht um kleine Unebenheiten zu beseitigen und dem Untergrund die Saugkraft zu nehmen. Für diesen Vorgang eignet sich ein Köderkarussell besonders gut, da auf diesem Wege "Laufnasen" Nun geht’s an die Bemalung. Ich nutze hierzu die Airbrush um tolle Übergänge und Farbeffekte zu erreichen. Andere Farben, Pinsel und Spraydosen gehen natürlich auch. Ist die Farbe nicht ganz deckend wird der Rohling erstmal weis grundiert. Anschließend wird nach belieben Farbe aufgetragen. Kleiner Tipp: Mit einem Fliegengitter bekommt man ein tolles Schuppenmuster hin. Für die Augen nehmen wir entweder Klebeaugen (in jedem gut sortierten Bastelladen erhältlich) oder Farbe und Pinsel/Zahnstocher. Und mit etwas Übung und einer ruhigen Hand kommen solche schönen Kerlchen dabei raus: Nun bekommen die kleinen Kunstwerke noch ihre Schutzschicht gegen die scharfen Fischzähne. Wie oben schon beschrieben kommen nochmals 2 Schichten Epoxid auf den Wobblerkörper. Jetzt wird es heikel! Nun müssen wir noch den Schlitz für die Tauchschaufel einfräsen. Dies geschieht wieder mit einer Trennscheibe und dem Dremel. Dabei ist es sehr wichtig, dass der Schlitz gerade, d.h. im 90°-Winkel zur Wobblerachse verläuft. Nur kleinste Abweichungen be- oder sogar verhindern den Lauf des Wobblers. Nur noch wenige Schritte und wir haben unseren Eigenbauwobbler fertig. Jetzt müssen wir die Tauchschaufel aus Macrolon ausschneiden. Dies geschieht mit einer Schere. Kleinere Unfeinheiten runden wir noch mit etwas Schleifpapier ab. Kurz vor der Vollendung kleben wir nun die Tauchschaufel mit 2-K-Kleber in den dafür vorgesehenen Schlitz ein. Hierbei müssen wir sehr genau arbeiten, andernfalls läuft der Wobbler nicht richtig. Als letzter Schritt steht das Einstellen. Wir montieren Sprengring und Drilling und gehen an den See oder die Badewanne und prüfen den Lauf. Je nachdem wie der Wobbler ausbricht muss man die Drahtöse etwas nach links oder rechts biegen. Hierzu ist etwas Fingerspitzengefühl und Übung erforderlich.
Nach ein paar Wobblern sehen Eure Ergebnisse dann auch so aus wie meine: ![]()
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbauen. Solltet Ihr noch weitere Fragen haben, dann bin ich gerne Bereit diesen Beitrag noch etwas genauer auszuschmücken. |
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| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 8. August 2009 ) |
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